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| Siegerehrung Deutsche Mannschaftsmeisterschaft Sahrendorf 2009 |
Gratulation an Detlef Peper - Landestrainer Schleswig-Holstein |
Claus Erhorn - Landestrainer Hannover (Fotos: R. Hogrebe) |
Bei der Jahrestagung der FN Anfang Mai 2009 in Nürnberg wurde eine wichtige Funktionärsposition in der Vielseitigkeit neu besetzt. Der bisherige Amtsinhaber Michael Spethmann hatte aufgrund stärkerer beruflicher Beanspruchung seinen Rücktritt als Vorsitzender des Ausschusses Vielseitigkeit im Deutschen Olympiade Komitee für Reiterei (DOKR) erklärt.
Aus dem Kreis der Aktiven kam für mich Anfang Februar völlig überraschend die Bitte, seine Nachfolge anzutreten. Meine erste Reaktion war, ich glaube mich tritt ein Pferd! Ich habe mir dann erstmal vierzehn Tage Bedenkzeit erbeten und Gespräche mit meinem Amtsvorgänger, Bundestrainer Hans Melzer und Andreas Dibowski als Aktivenvertreter geführt, um mir ein Bild davon zu machen, was da auf mich zukommt und was das Aufgabenprofil des Ausschussvorsitzenden ist.
Ganz wichtig war natürlich auch die Zustimmung meiner Frau Susanne, durch die ich in den 70er Jahren zur Reitsport kam. Da ich die Hauptverantwortung für unseren Klinikverbund in jüngere Hände übertragen habe, sagte ich dann den Verantwortlichen zu und freue mich auf die reizvolle Aufgabe.
Wir haben schon viele Jahre verschiedenen Reitern wie Claus Erhorn, Elmar Lesch und Michael Meier unsere Pferde für die Vielseitigkeit zur Verfügung gestellt. Sojanka, Robbie Tobbie und Rio sind unter Michael Meier international erfolgreich gewesen und dadurch gab es schon immer eine enge Verbindung zum Vielseitigkeitssport. Im vergangenen Jahr haben wir den damals 4jährigen Vollblüter It’s me von Prof. Sybrecht erworben , der jetzt beim Mannschaftsolympiasieger Andreas Dibowski weiter ausgebildet und auf Turnieren bereits erfolgreich vorgestellt wird.
Anlässlich der ersten Sitzung des neuen Ausschusses in Warendorf im Mai bin ich erstmals mit meinem Stellvertreter Matthias Otto-Erley (Sprockhövel) und den übrigen Mitgliedern Rüdiger Rau (Altensteig), Roger Böckmann (Lastup), Bundestrainer Hans Melzer (Putensen) sowie den beiden Aktivenvertretern Alfred Bierlein (Neumarkt) und Andreas Dibowski (Egestorf) zusammen gekommen.
Die wichtigste Neuerung war die Aufteilung der Aufgaben für den Senioren – und Jugendbereich. Mit Inken Johannsen und Rüdiger Schwarz für die Junioren/Junge Reiter sowie Franz Josef Münker im Ponybereich haben wir für den Nachwuchsbereich kompetente Leute gefunden, die die Kaderkriterien definieren und für die Nominierungen zu den Championaten die Verantwortung tragen so wie ich das mit meinen Kollegen im Seniorenbereich in enger Zusammenarbeit mit unserem erfolgreichen Trainergespann Hans Melzer/Chris Bartle machen werde. Wir haben anlässlich des CCI**** Luhmühlen die Longlist für die Europameisterschaften in Fontainebleau erstellt. Die endgültige Entscheidung, wer die sechs Paare sein werden, treffen wir bei den Deutschen Meisterschaften Ende August in Schenefeld, aber die Rangierung steht ja bereits fest.
Ich bin grundsätzlich ein optimistischer Mensch und deshalb zuversichtlich, dass wir nach den überragenden Erfolgen bei der Weltmeisterschaft 2006 in Aachen und den Olympischen Spielen 2008 in Hongkong das gestiegene Interesse an der Vielseitigkeit für ein verstärktes Medieninteresse und damit eng verbunden weitere Investitionen aus der Wirtschaft besser nutzen können. Einen anderen Schwerpunkt möchte ich bei meiner Arbeit in einer besseren Unterstützung unseres Nachwuchses sowohl bei der Vermarktung als auch Bereitstellung von qualifizierten Pferden setzen.
Zum Thema Doping hat ich eine klare Position! In der Vielseitigkeit spielt das Geld eine untergeordnete Rolle und beispielhaft ist für mich, wie die beiden Olympiasieger Hinrich Romeike und Ingrid Klimke ganz offen die Behandlungsbücher ihrer Pferde der Öffentlichkeit präsentiert haben. Nur so können wir klar machen, dass wir in unserer Disziplin den sauberen Sport auch praktizieren. Wenig erfreut bin ich über die nachträglichen Regeländerungen, die der Weltreiterverband (FEI) - dazu auch noch zu unterschiedlichen Zeitpunkten in dieser Saison - eingeführt hat. Dagegen begrüße ich ausdrücklich die neue Regel, dass Stürze im Gelände – egal wo – künftig zum sofortigen Ausschluss führen, da die Gesundheit der Pferde und Reiter an erster Stelle steht.